Das Race

Und dann war er da, der große Tag! Los ging es um 1:30 Uhr.
Von unserem Zeiss Sponsor hatten wir einen Tipp bekommen, nachts zum Möwen-Schlafplatz: ,,Mit der Optik könnt ihr bei Mondlicht Möwen ticken!” Und er hatte nicht zu viel versprochen. Trotz 200 Meter Entfernung kamen so die ersten Arten auf unsere Liste.
Dann fuhren wir 2,5 Stunden nach Norden. Im Morgengrauen waren wir an einem See mit Schilf. Als wir diesen verließen hatten wir bereits 70 Piepmätze notiert.
Zurück ging es durch die Wüste. Saharaohrenlerche, Einödgimpel und Wüstensteinschmätzer sind nur 3 von vielen verrückten Arten, die wir fanden.
In den Feuchtgebieten bei Eilat kamen dann natürlich noch weitere ”Neue” hinzu. Es zeigte sich aber das Problem der Zugzeit. Einige sicher geglaubte aus den Vortagen, waren plötzlich verschwunden.
Im dunklen suchten wir dann noch Nachtvögel und konnten immerhin einen Wüstenuhu hören.
Kurz nach 11 überquerten wir die Ziellinie.
Sehr gut drauf und kaum müde tranken wir noch ein Bier.
Dann ging es in die Heia, mit dem Wissen 133 Vogelarten gesehen zu haben.

Champions of the flyway

An den Tagen der Vorbereitung suchten wir in den Bergen, in Salienen, in der Wüste, an der Küste und in Oasen nach Vögeln. Oft war es sehr windig und morgens auch recht kalt. Weite Teile der Wüste waren “vogelfrei”, aber landschaftlich spektakulär. Um den Greifvogelzug haben wir uns leider nur wenig gekümmert. Dennoch waren fast immer irgendwo große Vögel am Himmel. Neue Arten waren für mich der Schopfwespenbussard und der Steppenadler. 

In den anderen Beobachtungsgebieten waren zum Teil sehr viele Vögel. Insbesondere in dem Feuchtgebiet und den Salienen bei Eilat. Dort sind mir sogar ein paar brauchbare Bilder geglückt. Gerne hätte ich noch weitere ”Vorbereitungs-Tage” gehabt.

Champions of the flyway

Der Anreisetag verlief etwas anders als geplant. Unsere Team-Kollegen haben wir noch nicht getroffen und die Fahrt durch die Wüste fand im Dunkeln statt. Zuvor konnten wir noch einen Gleitaar von der Autobahn aus sehen.

Den ersten “lifer” gab es dann heute Morgen. Eine Palmtaube in der Fußgängerzone. Mal sehen, wie viele “Neue” heute noch folgen…

Champions of the flyway

Morgen schicken sie uns in die Wüste.
Die Klamotten sind gepackt. Es kann los gehen.
Werner und ich fahren gleich nach Hannover. Von dort fliegen wir morgen über Zürich nach Tel Aviv. Dort treffen wir dann unsere kenianischen Team-Kollegen. Ich freue mich sehr darauf sie kennen zu lernen!
Dann geht es durch die Negev nach Eilat.  Hoffentlich fahren wir noch bei Tageslicht durch die Wüste…

Zeiss Vultures Unlimited

Noch 3 Tage bis Reisebeginn:

Wie cool ich das finde in einem internationalen Birdrace-Team mitzuwirken, habe ich ja schon erwähnt. Auch die Zusammenarbeit mit einem großen Unternehmen finde ich gut. Unser Hauptsponsor scheint die Sache auch ernstzunehmen und stellt uns Ferngläser und Spektive  vom Allerfeinsten zur Verfügung. Habe heute schon mal durchgesehen. Also, wenn wir beim Birdrace abloosen, wird das sicher nicht an der Optik liegen…

Champions of the flyway

6 Tage vor Reisebeginn:

3 Tage kalter Dauerregen in Bielefeld. Da steigt die Vorfreude auf die Wüste 😉 und die Hoffnung ist groß, dass viel Geld zusammen kommt, um den Geiern in Afrika zu helfen. 26 Teams haben sich schon für das Birdrace angemeldet. Unser kenianisch / deutsches Team heißt ,,Zeiss Vultures Unlimited”. Wer uns unterstützen möchte und somit direkt den Geiern hilft, kann das hier: https://www.justgiving.com/fundraising/vulturesunlimited?_ga=2.84859225.1358975977.1551084376-1762526474.1548756863

Trip in die Heide

Am letzten Wochenende war ich mit 3 Freunden in der Lüneburger Heide unterwegs. Zunächst schauten wir bei den Meisendorfer Teichen vorbei. Dort sang eine Heidelerche und ein großer Trupp Hohltauben (über 20) rastete in den Bäumen. Auf den Teichen schwammen viele Enten und die Kormorane balzten, als eine männliche Kornweihe über das Gebiet flog.

Abends suchten wir dann die kleinen Eulen. Fast 10 Km liefen wir durch den dunklen Wald. Höhepunkt war eine Bierpause in einer kleinen Schutzhütte.

Dank an das Hotel, dass wir am Sonntag schon um 6:00 Uhr frühstücken konnten! Entgegen aller Vorhersagen war das Wetter nahezu perfekt. Bei Undeloh machten wir uns auf die Pirsch. Überall sangen Feld- und Heidelerchen. Die Freude war groß, als der ersehnte Birkhahn entdeckt wurde. Die Balz war auch schön zu hören. Später konnten wir an anderer Stelle noch einen Hahn und eine Henne beobachten. Holger gelang ein Foto, mit dem Handy durch sein Spektiv.

Auf der Rückfahrt ließen wir uns dann noch am Steinhuder Meer klatschnass regnen. Immerhin waren die Seeadler am Horst und es gab die erste Knäkente der Saison.

Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug!