Die Rückreise

Die Heimreise verlief nicht ganz so nervenaufreibend wie die Anreise, aber auch nicht störungsfrei. Die Autofahrt war kein Problem. Der gemütliche Waldspaziergang auch nicht. Die einzige Tankstelle am Flughafen hatte kein Diesel mehr, so dass wir dem Wagen nicht vollgetankt abgeben konnten. Unser Flug war überbucht. 3 Stunden lang wussten wir nicht, ob wir überhaupt mitkommen. Sehr eiligen schrittes mussten wir dann Schipol durchqueren. Der Flug nach Hannover dauerte 45 Minuten. Ebenso lange mussten wir auf den Transfer zum Auto warten. Eine halbe Stunde nach Mitternacht war ich zu Hause .

Zum Abschluss ins Lummenland

Heute sind wir an die Südküste gefahren. Wieder eine grandiose Landschaft. Zigtausend Trottellummen saßen auf den Felsen.

Hunderte Tordalken und einige Eissturmvögel waren sehr nah zu sehen. Baßtölpel und Alpenkrähen flogen umher und Krähenscharben gab es im direkten Vergleich mit Kormoranen. Außerdem eine (!) 13möwe.

Mehrere Kegelrobben konnten wir beobachten. Schwimmend, faullenzend und robbend. Der abschließende Waldspaziergang war schön und Artenreich, aber nicht so spektakulär wie die Küste.

Vögelbeobachtungsgebietsuche

Schon mehrfach ist uns von lokals ein Beobachtungsgebiet im Norden empfohlen worden. Heute haben wir uns, bei trockenem Wetter auf die Suche gemacht.

Wir fuhren entlang der Küste und schauten hier und dort nach Vögeln. Als neue Art wurde ein Hausrotschwanz entdeckt.

Das Gebiet im Norden ist realy gut. Es gibt 5 Beobachtungshütten. Rotmilan, Rohrammer und Schilfrohrsänger waren schön zu sehen. Ein Eisvogel saß 7 Meter vor uns und fing einen kleinen Fisch. Richtig gut waren 2 Fischotter, die wir mehrere Minuten beobachten konnten.

Skomer

Wir sind heute un 6:55 Uhr los gefahren. Um 9:10 Uhr wussten wir noch nicht, ob das Boot zur Insel fährt.

Es fuhr! 🙂

Zunächst einmal mussten wir 90 Minuten im Regen anstehen.

Nach der holprigen Überfahrt hörte es auf zu regnen und es blieb den ganzen Tag trocken.

Die Papageitaucher auf Skomer sind genial! Auf 2 Meter Entfernung lassen sie sich bei der Balz, beim Höhlen bauen und beim Streiten beobachten. Aber es gibt auch viele andere Vögel, die hervorragend zu sehen sind. Trottellumen, Dreizehenmöwen, Eissturmvögel, Krähenscharben und vor allem Tordalke aus nächster Nähe. Mehrere Sumpfohreulen und Alpenkähen waren ebenfalls sehr nah. Skomer ist absolut empfehlenswert für jeden Vogelfreund!

Grandiose Landschaften

Zunächst haben wir heute einen schönen Waldspaziergang zu einem See gemacht. Ein netter Angler hat uns dort begrüßt. Es gab viele neue Arten, aber keine Besonderen.

An einer Flußmündung konnten wir ebenfalls interessante Beobachtungen machen. Darunter überraschender Weise zwei Gänsesäger und eine Großfamilie Schwanzmeisen.

An einem wunderschönen Küstenweg sind die heutigen Fotos entstanden. Vorbei gings an einem Vogelfelsen mit Lummen, Alken, Scharben Sturmvögeln und Alpenkrähen.

Abends waren wir dann noch in einer Beobachtungshütte an der Küste. “Dicht bei” zogen hunderte Atlantiksturmtaucher Richtung Skomer.

Endlich Vögel

Nach einem original Britischem Frühstück waren wir bestens vorbereitet und konnten uns endlich um die Walisischen Vögel kümmern. Ich mache es kurz, es war ein grandioser Tag! Hurra! Meine ersten Papageitaucher:-)

Vom Festland aus konnten wir viele Papageitaucher, Lummen, Tordalke und Krähenscharben sehen. Außerdem Basstölpel und Eissturmvögel. Alpenkrähen wurden gewünscht und konnten wunderbar beobachtet werden.

An einer Flußmündung entdeckten wir ein tolles Feuchtgebiet mit interessanten Vögeln. Darunter ein hier brütender Seidenreiher.

Angekommen

Über den heutigen Tag könnte ich einen halben Roman schreiben. Das einzige, was reibungslos geklappt hat war die Bahnfahrt nach Hannover. Nachdem wir mit 90 Minuten Verspätung in Cardiff gelandet sind (Sturm in Amsterdam), wollte man uns das bezahlte und bestätigte Auto nicht geben. Nach einer weiteren Stunde und mehreren Telefonaten mit dem Reisebüro in Bielefeld, konnten wir dann losfahren. Das Abendessen haben wir verpasst, nicht aber das leckere Bier in der Hotelbar. Ein versöhnlicher Abschluss eines nervenaufreibenden Tages.

Auf dem Weg zu den Papageitauchern

Die Anzahl der zu erwartenden Vogelarten ist im Südwesten von Wales eher bescheiden. Die Mittbewerber bekommen immer so 70 bis 80 Arten auf die Liste. Aber alleine die zu erwartenden Papageitaucher lassen mein Herz höher schlagen. Sicher gibt es auch noch einige andere, interessante Meeresvögel. Vielleicht ist sogar eine Sturmschwalbe drin.

Wir sitzen in Amsterdam und warten, dass es weiter geht. Bislang war noch keine Reise so kompliziert zu planen wie diese. Hoffentlich wird dann die Durchführung vor Ort einfacher! Bin jedenfalls mächtig gespannt, was uns erwartet.