Rückreise

Es war nicht ganz einfach und hat etwas gedauert, aber wir haben sie wieder, unsere Spektive. Sitze jetzt im Zug nach Bielefeld und blicke zurück auf eine sehr intensive Woche. Ich bin sehr froh, dass Axel und Lorenz mich begleitet und unterstützt haben! Zusammen haben wir richtig coole Vögel gefunden. Natürlich lautet das Fazit, dass man keine vogelkundliche Gruppenreise auf die Sinai-Halbinsel durchführen kann. Auch wenn wir viel Spaß hatten und geniale Beobachtungen gemacht haben, sind wir alle froh wieder in Deutschland zu sein, wo man sich frei bewegen kann.

In einer Woche berichte ich an dieser Stelle von unserer Reise in die Lüneburger Heide…

Birding, Sharm el Sheikh 2

Heute waren wir nur in Gebieten, in denen wir schon mal gewesen sind und die uns besonders gefallen haben. Darum sind nicht viele neue Arten dazugekommen.

…aber Balkansteinschmätzer, Isabellsteinschmätzer, Kappensteinschmätzer und Wüstenläuferlerche.

An der Küste konnten wir wieder Dünnschnabel- und Hemprichmöwe, Küstenreiher, Fischadler und Raubseeschwalbe sehen und erstmals Brandseeschwalben.

Unter den Limikolen waren Alpenstrandläufer, Regenbrachvogel und verschiedene Regenpfeifer: Sand-, See, Kiebitz- und erneut Wüsrenregenpfeifer.

Dann waren wir nochmal im Botanischen Garten. Wie bereits erwähnt wird der nicht mehr gepflegt, aber zum Teil noch bewässert. Wenn nicht, entsteht hier wieder Wüste.

Ganz so üppig wie gestern war unsere Artenliste heute nicht, aber Lorenz entdeckte noch eine weitere Hammerart. Einen richtig cool in der Sonne glänzenden Jerichonektarvogel. Genial!

Zum Abschluss hatten wir noch etwas Zeit eingeplant, weil wir am Riff schnorcheln wollten. Das ist leider ins Wasser gefallen, bzw. dem Wind zum Opfer. Die rote Flagge wehte und niemand durfte ins Wasser. Sehr schade!

Morgen wird es auch spannend! Bekommen wir unsere Spektive zurück???

Fotos von Lorenz:

Dankeschön!

Birding in Sharm el Sheikh

Ich nehme es mal vorweg, es war ein toller Tag mit sensationellen Vogelarten. Die Sonne schien den ganzen Tag und der Wind ließ immer weiter nach.

Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst zu „unserem“ Kreisverkehr. Vier Wiedehopfe, zwei Isabellschmätzer, singende Haubenlerchen, die beiden Brachpieper und jede Menge Steinschwalben.

Auch der Mittelstreifen einer kleiner Straße wird bewässert. Hier fanden wir Zilpzalp, Fitis, Schwarzkehlchen, Weidensperlinge und am Nachmittag vier Rotkehlpieper.

Weiter ging es im Botanischen Garten. Wir hatten mit gepflegten Büschen und gemähtem Rasen gerechnet, aber von jetzt an beobachteten wir in „lost places“.

In diesem Fall war es für uns perfekt, dass der Park nicht mehr gepflegt wird. Viele Kleinvögel, wenige Limikolen und Enten wurden entdeckt und zwei Hammerarten. Ein Häherkuckuck, der Raupen aus einem Gespinst sammelte und ein Indischer Silberschnabel.

Die Jungs hatten noch ein alte Kläranlage ausgekundschaftet die sich lohnen sollte. Wasser war hier leider nicht mehr, aber ein paar coole Vögel.

Die ganze Anlage war ausgetrocknet und liegt in der Wüste. Bartgrasmücke und Schwarzschwanz konnten wir entdecken und zwei weitere Hammerarten.

Der artenreichste Tag geht zu Ende und morgen geht es weiter…

Bilder von Lorenz:

Ein Tag im Nationalpark

Heute waren tatsächlich einige Wolken am Himmel. Nachdem wir Mahmoud abgeholt haben, fuhren wir noch ca. 20 Minuten bis zum Nationalpark.

Ich hatte auf Lerchen und Steinschmätzern gehofft. Leider war die Wüste vogelleer. Nur an einer Radar-Station flogen ein paar Steinschwalben herum. Einen Fuchs konnten wir sehr schön beobachten.

Wir fanden ein paar Büsche an einer Wasser-Zisterne. Hier rasteten viele Singvögel. Zilpzalp, Fitis und Grasmücken. Klapper-, Bart-, und Samtkopf- konnten wir sicher bestimmen und eine prächtige Maskengrasmücke.

An der Küste entdecken wir einen Graureiher und einige Limikolen. Auch helle und dunkle Küstenreiher, Raubseeschwalben und Dünnschnabelmöwen.

Auf dem Hinweg sahen wir an einem Kreisverkehr einen Taigazilpzalp. Auf dem Rückweg schauten wir dort nochmal nach. Zwei Brachpieper sind dort schon seit gestern. Isabellschmätzer und Schwarzschwanz wurden entdeckt und zu meiner sehr großen Freude ein Pärchen Kaptäubchen. Morgen suchen wir an den bewässerten Grünanlagen nach Vögeln. Wenn schon an dem Kreisverkehr so viel los ist, wird das bestimmt interessant!

Hier ist noch etwas Platz für ein paar Bilder von Lorenz..

Vielen Dank!

Ein Tag in der Wüste

Heute haben wir eine (kleine) Wolke entdeckt! Mahmoud hat uns erzählt, dass es hier vor über drei Jahren zum letzten Mal geregnet hat. Noch in der Stadt fanden wir zwei Brachpieper am Straßenrand.

Auf staubigen Pisten fuhren wir in die Wüste. Die „Straßenverhältnisse“ waren wie erwartet. Zunächst war es sehr laut.

Sehr viele Touris wurden in die Wüste gekarrt um hier mit Quads herum zu sausen. Zum Glück kannte Mahmoud auch ganz ruhige Stellen.

In angenehmer Fernglas-Entfernung beobachteten wir einen Habichtsadler der eine Taube fraß. Ein Adlerbussard saß drei Meter entfernt und wartete auf seine Chance. Plötzlich attackierte er den Adler und übernahm die Beute. Super spektakuläre Beobachtung! Kappensteinschmätzer und Schwarzschwanz waren schön zu sehen und zu hören. Axel entdeckte einen Felsensteinschmätzer.

Zum Abschluss waren wir noch an den Klärteichen. Wieder konnten wir hier Kaiser- und Steppenadler beobachten und einen jungen Schmutzgeier. Knäkente und Stelzenläufer kamen neu auf unsere Liste und ein einzelner Rosapelikan der nach Norden zog.

In unserer Hotelanlage sind einige Vögel sehr wenig scheu…

Natürlich waren heute in der Wüste wenig Vögel, aber wir haben einige richtig coole Beobachtungen gemacht. Ich freue mich auf die Fotos von Lorenz, die wieder nachgereicht werden.

Morgen geht es wieder an die Küste, in einen Nationalpark. Freue mich drauf!

Heute ein geniales Bild von Lorenz, der sich streitenden Greife:

Lagunen, Wüste und Meer

Intensive Sonne und starker Wind begleiteten uns heute den ganzen Tag. Wir fuhren nach Norden in ein Küstenschutzgebiet. Kostete knapp 30,- € Eintritt für alle – hat sich gelohnt!

An einer Lagune konnten wir viele Limikolen sehen. Darunter einige Wüstenregenpfeifer. Ein Lifer für alle. Ein toller Küstenreiher der dunklen Morphe flog an uns vorbei und setzte sich direkt neben einen hellen.

Ohne Spektive muss man ja versuchen näher an die Vögel heranzukommen. Die spärlich bewachsenen Dünen boten uns immer wieder guten Schutz.

Am Nachmittag waren wir wieder am Hotelstrand und auf unserem Steg. Zwei weitere Wunscharten wurden entdeckt. Eine coole Weißaugenmöwe und ein ebenso cooler Weißbauchtölpel. Vogelbilder von Lorenz werden wieder nachgereicht.

Eine sehr große Welle kam. Alle, die auf dem Steg standen bekamen nasse Füße. Ich saß drauf…

Ein klasse Tag mit super Arten! Morgen treffen wir uns wieder mit Mahmoud…

Hier die tollen Bilder von Lorenz:

VielenDank!

Erkundungstour Sinai

Wir machen eine Erkundungstour. Diese Reisen sind nicht in meinem Programm und nicht im Netz zu finden und nicht für jede*n buchbar. Wer hier mitkommt weiß, dass es zu unvorhersehbaren Situationen kommen kann. Das Ergebnis einer solchen Tour kann auch sein: ,,Nein, da ist es doof, da fahren wir nicht wieder hin!“ Nicht dass jemand denkt, meine Reisen sind schlecht geplant und chaotisch.

Am Morgen waren wir zunächst auf dem hoteleigene Steg. Dieser führt ca. 700 Meter bis zum Korallenriff.

Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet sind wir zu zwei Schutzgebieten gefahren um zu erkunden wie man hin kommt und ob es sich lohnt.

Zu dem ersten fahren wir morgen. Am zweiten trafen wir Mahmoud einen lokal Birder. Wir waren zusammen an den Klärteichen mit Massen an Weißstörchen und einigen Enten.

Wir fuhren gemeinsam ein kleines Stück in die Berge. Mein größter Wunsch für diese Reise wurde wahr, Greifvogelzug! Viele Steppenadler und noch mehr Kaiseradler verschiedenen Alters. Auch einige Falkenbussarde waren unterwegs. Lorenz hat einige coole Bilder geschossen. Diese erscheinen hier in Kürze… Dank an Lorenz!

Mahmoud lud uns zum Tee ein.

Mahmouds Sohn zeigte uns sein Kamel ,,Maradona “ und einen Schwarzmilan den er aufgepäppelt hat.

Zum Abschluss waren wir nochmal auf dem Steg. Ein weiterer Wunsch wurde mir erfüllt, Hemprichmöwen! Jung und alt, mindestens vier. Leider keine im Prachtkleid.

Wir freuen uns auf morgen!

Angekommen in Sharm El Sheikh

Alles lief perfekt bis zu dem Zeitpunkt als wir den Flughafen verlassen wollten. Unser Gepäck wurde nochmals durchleuchtet und man stellte fest, dass wir Spektive dabei hatten. Ein netter Mann freute sich, dass wir Vögel beobachten wollen, teilte uns aber mit, dass Spektive in Ägypten verboten sind. Ich habe mit allem möglichen Mist gerechnet, aber nicht, dass die unsere Spektive einsacken. Weil wir so nett waren dürfen wir sie in einer Woche, wenn wir das Land verlassen, wieder mitnehmen, gegen eine Gebühr. Dann ist auch noch mein Handy ausgefallen, so dass ich unser Auto nicht zahlen konnte. Zum Glück hat Lorenz auch einen internationalen Führerschein, so konnten wir das Problem lösen. Mein Handy funktioniert jetzt wieder, aber Fotos gab es heute nicht. Auf der Fahrt zum Hotel konnten wir viele Wiedehopfe sehen, Turmfalken und Steinschwalben. Morgen legen wir dann richtig los, mit viel Motivation, aber ohne Spektive…

Besondere Enten und eine Rätselgans

Bei etwas besserer Sicht als gestern haben wir heute beobachten können. Kalt, feucht und windig war es aber.

Ein Mäusebussard frühstückte gemütlich etwas Leckeres und ein weißer Rätselvogel beschäftigte uns für längere Zeit.

Nachdem wir im Rheiderland noch bis Mittag gebirdet haben, fuhren wir zum Geester-Speicherbecken. Mehrere interessante Vögel konnten wir dort finden.

Auch wenn wir unsere beiden Kollegen permanent vermisst haben, hatten wir eine schönes Wochenende! Zwei nette Mädels habe unsere Bielefelder Gruppe bereichert. Die Vogelart die am meisten beachtet wurde war der Zapfhahn…

Im zwei Wochen berichte ich an dieser Stelle von unserer Reise auf die Sinai-Halbinsel. Das wird bestimmt sehr spannend und ich freue mich schon sehr!

Birden im Nebel

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatten wir heute Morgen ca. 100 Meter Sicht. Trotzdem haben wir intensiv nach Gänsen und Schwänen gesucht.

Auf den Seen die nicht zugefroren waren, konnten wir einige Enten und einen Zwergsäger entdecken.

Bläßgans

Am Nachmittag wurde die Sicht dann schlechter. Nur noch 50 Meter. Das war schon ziemlich blöd, aber wir hatten dennoch Spaß.

Singschwäne, Feldsperlinge und zwei Kornweihen haben wir gesehen. Für morgen hoffen wir auf bessere Sicht…